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Am Sparbuch hängt, zum Sparbuch drängt…

Trotz anhaltender Niedrigzinsen spart die Mehrheit der Österreicher mit dem Sparbuch. Immerhin 62 Prozent planen in den kommenden 12 Monaten ihr Geld so anzulegen. „Als Reserve für die Notfälle des Alltags ist das auch gut so, für langfristige Geldanlage ist es aber überhaupt nicht geeignet“, so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank.

Elektronik/Preise
- © Integral / Erste Bank

 

Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank: „Als Reserve für die Notfälle des Alltags ist das Sparbuch auch gut, für langfristige Geldanlage ist es aber überhaupt nicht geeignet.“ © Erste Bank / Daniel Hinterramskogler

 

Der Bausparer legt laut Umfrage wieder zu und kommt auf 50 Prozent (+5 Punkte), während Pensionsvorsorge (32 Prozent) und Lebensversicherung (30 Prozent, -4 Punkte) konstant beziehungsweise leicht rückläufig sind. Gold scheint wieder etwas in den Fokus der Österreicher zu rücken. Beachtliche 22 Prozent (+6 Punkte) wollen Teile ihres Geldes so veranlagen. Konstante 27 Prozent planen ihr Geld mit Aktien, Fonds und Anleihen zu sparen. Etwas weniger Personen wollen ihr Geld in Immobilien investieren: 16 Prozent planen ein solches Investment, das sind um 4 Prozentpunkte weniger als noch vor genau einem Jahr. Rund 17 Prozent der Antwortenden haben keine Geldanlage geplant. Im Durchschnitt sollen rund 4.200 Euro neu- und wiederveranlagt werden. Das ist deutlich weniger als im 1. Quartal des Vorjahres, wo die Summe noch bei 6.400 Euro lag (-34 %).

Rund 41 Prozent (+4 Punkte) der Österreicher planen im kommenden Jahr eine größere Anschaffung. Ein sehr großer Teil (87 Prozent) finanziert das traditionell aus eigenen Ersparnissen. Einen Bankkredit oder ein Bauspardarlehen wollen 11 Prozent (-3 Punkte) dafür aufnehmen. Die durchschnittliche Kreditsumme liegt dabei niedriger als im Vorjahr: So sagen die befragten Bürger, dass Sie rund 59.600 Euro planen aufzunehmen, im gleichen Zeitraum vor einem Jahr waren es noch 15 % mehr (69.900 Euro).

Ambivalent zum Brexit

25 Prozent der Österreicher glauben, dass der Brexit sich negativ auf die österreichische Wirtschaft auswirkt. Fast ebenso viele (26 Prozent) denken, dass sich ein Ausscheiden der Briten aus der EU nicht negativ auswirkt. Fast die Hälfte meint teils-teils und 2 Prozent können dazu überhaupt keine Angabe machen.

Marktforscher Integral hat für die Erste Bank 1.000 Österreicher (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren) in telefonischen und Online-Interviews nach ihren geplanten Spar- und Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt. Die Befragung fand im 1. Quartal im Zeitraum von 15. März bis 1. April 2019 statt. Soweit nicht anders angegeben, handelt es sich bei den Vergleichswerten um Zahlen aus dem gleichen Quartal des Vorjahrs.

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