Das Forum für die Finanzbranche und ihre Partner.

In Kooperation mit  

Finanz-Marketing Verband

ForumF Newsletter

email

BAWAG PSK-Gremmel: Digitalisierung im Banking

Gastkommentar von Dr. Markus Gremmel, Bereichsleiter Marketing und Produkte, BAWAG PSK.

Kaum eine wirtschafts – oder gesellschaftspolitische Analyse oder ein aktueller Branchenreport kommen noch ohne den Sammelbegriff „Digitalisierung“ aus. Auch die Finanzdienstleister stehen mittlerweile im Fokus des „digitalen“ Interesses. Doch wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

 

Dr. Markus Gremmel, Bereichsleiter Marketing und Produkte, BAWAG PSK. © BAWAGPSK

 

Verfolgt man die Wertschöpfungskette in den Bankdienstleistungen so wird bald klar: Der Digitalisierungsgrad entlang dieser Kette ist in der Finanzbranche derzeit sehr unterschiedlich ausgeprägt. In der Marktkommunikation und im Verkauf, vornehmlich im Online Marketing und bei den Online Verkaufsstrecken sind wir erkennbar weiter als in anderen Bereichen. Natürlich wird für die Kunden im Retail Segment – etwa beim Online-Banking – jetzt mit wachsender Intensität die digitale Welt erlebbarer. Doch das meiste ist bisher im sogenannten Backoffice passiert, also dort, wo es um Abwicklungsprozesse, wie etwa im Zahlungsverkehr, geht. Einen großen Nachholbedarf gibt es hingegen bei den Online Services, wo es insbesondere bei Krediten und Versicherungen vorerst nur recht bescheidene Ansätze des Onlineservicierung gibt (zum Beispiel Informationen zu Verträgen und Polizzen).

Hier gilt es neue Akzente zu setzen und die digitale Bankenwelt auch auf komplexere Produkte auszuweiten.

Auch wir in der BAWAG PSK befinden uns voll in der digitalen Transformation. Dazu einige Basis- Kenndaten: Die BAWAG P.S.K. ist eines der größten österreichischen Kreditinstitute mit einem kompletten Bankangebot in allen Vertriebskanälen. Mehr als 2,2 Millionen Kunden – private Haushalte und KMU - werden betreut. Das Institut ist mit der easybank führend in Österreich im Direktbanken-Bereich tätig. Die BAWAG P.S.K. zählt zu den ertragsstärksten, effizientesten und bestkapitalisierten Banken in Europa. Mit einer Bilanzsumme von 40 Milliarden Euro lag der Gewinn vor Steuern 2016 bei 470 Millionen Euro und der Return-on-Equity bei rund 16 Prozent.

Wir legten in den letzten Jahren einen starken Fokus auf den Ausbau unserer digitalen Vertriebsaktivitäten. Inzwischen können Kunden – mit Ausnahme der Wohnbaukredite – alle Produktgruppen online abschließen. Kürzlich haben wir den Online Eröffnungsprozess durch die sogenannte Video-Legitimation weiter vereinfacht; das heißt, im Rahmen eines Video-Chats wird die Identität von Kunden geprüft. In der Kommunikation ist unsere Erfahrung, dass die Digitalisierung der klassischen Werbung nicht alleine ausreicht, sondern eigene, innovative Formate und Ideen erfordert, um die Kunden an bestimmte Produkte beziehungsweise Dienstleistungen heranzuführen.

Ein solches Beispiel ist unser Angebot einer digitalen „Happy Hour“: Für die Dauer einer Stunde konnte der Kunde einen Privatkredit über 5.000,- Euro, mit Null-Verzinsung für eine Laufzeit von 30 Monaten beantragen und in kurzer Zeit abschließen. Die monatliche Rückzahlungsrate beträgt somit 166, 67 Euro und der gesamte Rückzahlungsbetrag entspricht dem zugezählten Kreditvolumen – ohne jegliche Nebenspesen.

Fazit: Erfolgreiche Online-Aktivitäten erfordern innovative Ideen, die Stärkung der eigenen Marke, das Kundenvertrauen und auch den Mut zu „trial und error“. Denn der Test in der Praxis kann durch nichts ersetzt werden.

Präsentiert von Diebold Nixdorf

  • Partner