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BAWAG-Umfrage ortet ,Wirtschaftsmuffel‘

Wie eine repräsentative Umfrage, die der österreichische Bankenverband mit der BAWAG P.S.K. durchgeführt hat, zeigt, sind nur 42 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren bereit, sich aktiv über Wirtschaftsthemen zu informieren. Die beliebtesten Informationsquellen sind die eigenen Eltern und die Familie.

Enver Sirucic, Mitglied des Vorstands, Chief Financial Officer BAWAG Group: „Finanziell zufriedene Eltern vermitteln ihren Kindern tendenziell mehr Wissen rund um wirtschaftliche Themen im Alltag – ‚traditionelle‘ Medien spielen als Multiplikatoren für Wirtschaftsthemen eine wichtige Rolle.“ © BAWAG Group AG / Robert Staudinger

 

Das Internet spielt als Info–Quelle ebenfalls eine große Rolle. Überraschend dabei: Im Internet werden bevorzugt die Online-Ausgaben der traditionellen Tageszeitungen und klassische TV-Nachrichten als Wissensquelle genutzt. Am meisten interessieren sich die jungen Erwachsenen für Berichte zur aktuellen Wirtschaftslage, die aber verständlicher formuliert sein sollten. „Entscheidend für einen guten Umgang mit Geld im Lebensalltag der jungen Menschen ist neben einem soliden Basiswissen die finanzielle Ausgangssituation im Elternhaus. Finanziell zufriedene Eltern vermitteln ihren Kindern tendenziell mehr Wissen rund um wirtschaftliche Themen im Alltag – ‚traditionelle‘ Medien spielen als Multiplikatoren für Wirtschaftsthemen eine wichtige Rolle“, kommentiert Enver Sirucic, CFO der BAWAG Group, die Umfrageergebnisse.

Sich aktiv über Finanz- und Wirtschaftsthemen zu informieren, ist für zwei Drittel der jungen Erwachsenen wichtig (64 Prozent der Befragten 18 bis 29jährigen). Das gilt vor allem für Personen in Ausbildung (70 Prozent). Wiener (70 Prozent) und Kärntner (69 Prozent) schätzen diese Wichtigkeit am höchsten ein. Auch wenn die Mehrheit der Befragten aktives Informieren für wichtig hält, ist weniger als die Hälfte interessiert, es tatsächlich zu tun (42 Prozent). Am ehesten halten sich junge Wiener auf dem Laufenden (53 Prozent), am wenigsten die Salzburger (27 Prozent).

Vollzeit- Berufstätige sind am stärksten an Wirtschaftsthemen interessiert (48 Prozent), gefolgt von jungen Erwachsenen in Ausbildung (45 Prozent). Besonderes Interesse haben auch jene, die entweder finanziell sorgenfrei aufgewachsen sind (50 Prozent) oder einen finanziell kritischen Background aufweisen (53 Prozent).Was sich die Befragten wünschen, sind verständlichere Formulierungen von Wirtschaftsnachrichten (16 Prozent), mehr Aktualitätsbezug (10 Prozent) und ein stärkerer Themenfokus auf junge Menschen (7 Prozent).

Als wichtigste Informationsquelle wurden von den Befragten die Eltern beziehungsweise die Familie genannt (54 Prozent), gefolgt vom Internet (45 Prozent) sowie Freunden und Bekannten (24 Prozent). Auf Platz 4 rangieren TV/Radio/Zeitungen/Zeitschriften mit 21 Prozent. Im Internet werden Informationen zu Finanz- und Wirtschaftsthemen mit rund 55 Prozent am stärksten über die „traditionellen Medien“ abgerufen (zum Beispiel TV-Portale und Online Tageszeitungen). Danach folgen die Webseiten von Banken (48 Prozent), die sozialen Medien (45 Prozent) und Vergleichsplattformen (38 Prozent).

Frauen optimistischer als Männer

Aktuell sind 55 Prozent der jungen Erwachsenen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation unseres Landes zufrieden, allerdings rechnen nur 38 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation in den kommenden fünf Jahren. Während die wirtschaftliche Lage in Österreich in der Zukunft als durchschnittlich eingestuft wird, sind die eigenen Zukunftsvisionen durchaus optimistischer: Für die kommenden fünf Jahre rechnen 67 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung der eigenen finanziellen Situation. Die Optimisten des Landes in Bezug auf ihre finanzielle Zukunft kommen aus den westlichen Bundesländern, die Pessimisten aus Niederösterreich und dem Burgenland. In Bezug auf die Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage in Österreich schätzen Frauen diese deutlich optimistischer ein als Männer.

Die Vorläufer-Studie von Bankenverband/BAWAG Group. präsentiert im Mai 2019, hiess "Instant-Erlebnis oder vernünftig haushalten? Zum Wirtschaftswissen junger Erwachsener und ihrem Umgang mit Geld" (27seitige Präsentation zum Download hier); für die aktuelle Studie wurden vom Marktforschungsunternehmen marketmind insgesamt 1.029 Personen aus ganz Österreich im Alter von 18 bis 29 Jahre im Frühjahr 2019 online befragt.

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