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Erfordert ,erhöhte aufsichtliche Wachsamkeit‘

Die OeNB präsentiert den halbjährlichen „Financial Stability Report“ zu finanzmarktstabilitätsrelevanten Entwicklungen in Österreich und im internationalen Umfeld: Bilanzsumme der Banken Anno 2019 wieder über 1 Billion Euro, aber die Halbjahresgewinne sind geringer. Der Ausblick ergebe „derzeit ein gemischtes Bild“.

- © OeNB

 

Der Geschäftsausblick der Banken, formulieren die OeNB Analysten, ergebe „derzeit ein gemischtes Bild“: Einerseits unterstütze die akkommodierende Geldpolitik sowohl die Kreditnachfrage als auch die Zahlungsfähigkeit von Schuldnern, sodass der Anteil notleidender Kredite mittlerweile historisch niedrig ist. Andererseits führten anhaltende Handelsspannungen und geopolitische Unsicherheiten zu einer Wachstumsverlangsamung im Euroraum. Die konjunkturelle Eintrübung und Bedenken bezüglich eines Aufbaus von Preisblasen in gewissen Marktsegmenten verlangen erhöhte aufsichtliche Wachsamkeit, so das Fazit der OeNB. Im Lichte der genannten Entwicklungen sollten die Banken sicherstellen, dass sie genug Handlungsspielraum für einen potenziellen Abschwung haben.

Die OeNB empfiehlt im Hinblick auf die Stärkung der Finanzmarktstabilität daher

• die Anwendung nachhaltiger Kreditvergabestandards (insbesondere bei Immobilien-krediten) sowohl in Österreich als auch in CESEE, und die Einhaltung der Leitlinie des Finanzmarktstabilitätsgremiums,

• die Verbesserung der Kosten-Ertrag-Relation der Banken, um eine nachhaltige Profitabilität auch während eines potenziellen Abschwungs abzusichern,

• die nachhaltige Sicherstellung eines adäquaten Kapitalniveaus, insbesondere durch eine entsprechende Balance zwischen Dividendenausschüttung und interner Kapitalgenerierung, um potenzielle Risiken aus dem starken Kreditwachstum (insbesondere in CESEE) tragen zu können, sowie

• die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Strategien zum Umgang mit Herausforderungen im Zusammenhang mit neuen Informationstechnologien (zum Beispiel neue Geschäftsmodelle und Cybersicherheit).

Neben einer ausführlichen Darstellung des aktuellen Stresstests und einem durchwachsenen Fazit („die Ergebnisse des Stress-Test müssen mit Vorsicht interpretiert werden. … Die guten Zeiten werden nicht dauerhaft sein … sowohl Österreichs Banken als auch die OeNB sollten sich nicht in einem falschen Gefühl der Sicherheit wiegen … Banken sollten ihre Risikopuffer weiter ausbauen und Risikoeinschätzungen verbessern, insbesondere (und jetzt wird´s spezifisch!) im Hinblick auf die Eigenheiten des österreichischen Banksystems“) präsentiert der Bericht „Special Topics“, darunter „Klimawandel als Risiko für die Finanzmarkstabilität“ und „Klein, aber dynamisch: Österreichs FinTech-Ökosystem“

Download des 104seitigen Berichts „Financial Stability Report 38“ auf der Hompage der OeNB hier.

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