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Hält bei Investoren der Zug zur Immobilie?

Investitionen in Immobilien schafften es in den letzten vergangenen drei Jahren (2016 bis 2018) an die Spitze der beliebtesten Spar- und Anlageformen und konnten damit die klassischen Sparprodukte wie das Sparbuch oder den Bausparvertrag auf die hinteren Plätze verweisen. Doch wie sieht es im ersten Halbjahr 2019 aus? Schaffen es Immobilien erneut an die Spitze?

© GfK

 

Mag. Ursula Swoboda, Commercial Director der GfK Austria: "Die stabile Entwicklung des europäischen Leitzinses, der immer einen starken Einfluss auf die Attraktivität der diversen Spar- und Anlageformen hat, lässt aber die Vermutung zu, dass dies nur ein Zwischentief ist und sich Immobilien auch weiterhin gut an der Spitze des Rankings halten werden." © Fotostudio August Lechner

 

Das Stimmungsbarometer der GfK Austria beantwortet diese Frage und liefert Informationen über aktuelles Interesse der Österreicher an verschiedenen Spar- und Anlageformen – unabhängig von der tatsächlichen Nutzung.

Die Geldveranlagung in Eigentumswohnungen oder Häuser galt in jüngerer Vergangenheit als die interessanteste Anlageform für heimische Investoren. Mit mehr als 40 Prozent Nennungen nahm diese Möglichkeit klar den ersten Platz im Rennen um die beliebteste Spar- und Anlageform ein. Dicht gefolgt dahinter lagen Grundstücke. Die Investition von Geld in eben solche galt mit rund 38 Prozent als ebenso attraktiv. Damit erzielten Immobilien noch nie da gewesene Topwerte. Im Vergleich dazu befanden sich die Zustimmungsraten für Immobilien noch vor 10 Jahren bei rund der Hälfte der Nennungen.

Im 1. Halbjahr 2019 zeigt sich aber erstmals eine Stagnation dieser positiven Entwicklung. „Ob dies der Beginn einer Trendwende ist oder nur ein Zwischentief sei dahingestellt. Die stabile Entwicklung des europäischen Leitzinses, der immer einen starken Einfluss auf die Attraktivität der diversen Spar- und Anlageformen hat, lässt aber die Vermutung zu, dass dies nur ein Zwischentief ist und sich Immobilien auch weiterhin gut an der Spitze des Rankings halten werden“, so Mag. Ursula Swoboda, Commercial Director der GfK Austria.

 

Der parallel mit dem Siegeszug der Immobilien einhergegangene Rückgang bei den klassischen Sparprodukten wie dem Bausparvertrag beziehungsweise dem Sparbuch scheint nun auch beendet zu sein. Der Bausparvertrag, der bis zum Jahr 2015 zumeist als die interessanteste Spar- und Anlageform galt, wurde ab 2016 von Immobilien auf Platz drei verdrängt. 2016 und 2017 erlebte der Bausparvertrag regelrecht einen Sinkflug (von 43 Prozent im Jahr 2015 auf 31 Prozent im Jahr 2017), der allerdings im Jahr 2018 nicht weiter fortgesetzt wurde (33 Prozent). Ganz im Gegenteil bestätigen die Werte des 1. Halbjahres 2019 (32 Prozent), dass sich der Bausparer stabilisiert hat und mit Immobilien gut mithalten kann.

Zur Studie

Seit 2017 werden jährlich 2.000 Österreicher (ab 15 Jahren) hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen – unabhängig von der eigenen Nutzung – befragt. Das „GfK Stimmungsbarometer“ wird quartalsweise ausgewertet und veröffentlicht. Nachdem die Befragungsmethodik Anfang 2017 auf reine Online-Interviews umgestellt wurde, wurden die dargestellten Trenddaten der Jahre 2014 bis 2016 nur auf Basis Online-Interviews neu berechnet, sodass die Vergleichbarkeit der Zeitreihe weiter gewährleistet ist.

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