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Payment in Österreich: Kollaborieren, nicht konkurrieren

Am 26.11.2016 findet das „Payment Festival 2019“ als „erstes seiner Art in Österreich“ im Wiener Semper Depot statt: Die Initiatoren wollen das Thema „Kollaboration & Innovation im Payment“ mit Fokus auf Banken und Handel voranbringen.

Initiatoren des Payment Festival 2019: Martin Sprengseis-Kogler, mobile pocket, Birgit Kraft-Kinz, KraftKinz GmbH, Jürgen Tarbauer, Sparte IC WKW – „Mehrwert für Kunden entsteht mehr und mehr durch Innovation an diesen Schnittstellen und oft durch Kollaboration - also die Zusammenarbeit zur Erreichung gemeinsamer Ziele unterschiedlichster Partner.“ © Kraft-Kinz

 

„Payment ist ein zentrales Element für jede Volkswirtschaft und per se schon ein Beispiel für einen industrieübergreifenden Prozess auf Basis gemeinsamer Standards. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung ist Payment ein Teil umfassender und immer höher integrierter und komplexer Geschäftsprozesse. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen unterschiedlichen Stakeholdern“, erklärt Birgit Kraft-Kinz, Geschäftsführerin der Beratungsagentur KraftKinz GmbH, die Herausforderung für etablierte und neue Dienstleistungsanbieter im sich rasant entwickelnden Bereich „Zahlungssysteme“. Kraft-Kinz, seit Oktober auch Spartenobmann-Stellvertreterin Information und Consulting in der WKÖ, betreut neben anderen Mastercard Österreich, ein Unternehmen, das in den letzten Jahren als einer der Treiber im Bereich innovative Zahlungssysteme in Österreich aufgetreten ist. Nicht zuletzt die aus dieser Zusammenarbeit gewonnene Expertise im Themenbereich „Payment“ inspirierte Kraft-Kinz und Mitstreiter, mit dem „Payment Festival 2019“ – nach eigenen Angaben „das erste seiner Art in Österreich“ den etablierten und neuen Anbietern (vulgo „FinTechs“ oder „Start-ups“) eine Bühne und Plattform zu geben: Denn „Kollaboration“, erklärt Martin Sprengseis-Kogler, einer der Initiatoren des Payment Festivals, seinerseits COO bei der Kundenkarten-App mobile pocket (ein Unternehmen des App-Entwicklers bluesource aus dem Softwarepark Hagenberg in Oberösterreich) sei – entgegen der Entwicklungen in anderen europäischen und vor allem im US-amerikanischen Markt – „in Österreich unterentwickelt – die Etablierten Dienstleister der Finanzwirtschaft und im Handel reden mit den neuen, innovativen Entwicklern von Payment Angeboten zu wenig“, erzählt Sprengseis-Kogler. Und zu Berührungs- und möglicher Weise Verständnisängsten komme noch das Exklusiv-Begehen dazu – allesamt Hinderungsgründe für eine möglichst breite Entwicklung neuer, innovativer Angebote im Payment-Segment.

Studie zum Paymentsektor: Österreich nur Mittelmaß?

Birgit Kraft-Kinz hat dazu eine Studie erstellt (28 Experten aus Banken, Handel, Regulatoren und Start-ups wurden befragt, mit 37 Persönlichkeiten aus diesen Bereichen in Fokus-Gruppen diskutiert) und erfragt, „wo Österreich im Bereich innovativer Zahlungssysteme liegt“: Fast zwei Drittel der Experten sehen Österreich im Vergleich zu anderen Märkten „im Mittelfeld“ (58,3 Prozent der Befragten), gar ein Viertel (25 Prozent) als „Schlusslicht“. Gleichzeitig halten es 86,5 Prozent der Befragten, erläutert Kraft-Kinz, „für relevant, dass Österreich an die Spitze innovativer Zahlungssysteme kommt“.

Konkret bewertet nur ein Drittel (36,7 Prozent) der befragten Stakeholder beispielsweise die Beziehung zwischen Banken und Handel – und den neuen Intermediären – beim Thema Payment nur als „mittelmäßig“. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, eine Payment Peer Group aufzubauen und diese im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe PF19 zusammenzubringen, an einer Weiterentwicklung des Ecosystems und somit des Wirtschaftsstandorts Österreich zu arbeiten,“ erklärt PF19-Initiator Martin Sprengseis-Kogler.

PF19 – das Payment Festival 2019 am 26. 11. 2019

„Digitalisierung ist bereits Realität. Umso wichtiger ist es, dass jede Branche ihre digitalen Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Chancen hebt – auch im Payment. Diese Chancen und Möglichkeiten müssen zugänglich und leistbar gemacht werden. Ein Zusammenspiel der Kräfte ist dafür notwendig”, so Jürgen Tarbauer, Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Wien – einer der Unterstützer des PF19. Die fortschreitende Digitale Transformation ermögliche, analysieren Kraft-Kinz und Sprengseis-Kogler, „immer höher integrierte, unternehmens- beziehungsweise industrieübergreifende Prozesse, also ein Zusammenrücken von Partnern innerhalb und außerhalb traditioneller Wertschöpfungsketten“. Mehrwert für Kunden entstehe „mehr und mehr durch Innovation an diesen Schnittstellen und oft durch Kollaboration - also die Zusammenarbeit zur Erreichung gemeinsamer Ziele unterschiedlichster Partner“.

Dieser Entwicklung Rechnung zu tragen erfordere „die Intensivierung des branchenübergreifenden Diskurses und ein vertieftes gegenseitiges Verständnis als Grundlage für neue Ideen und Innovationen“ – der PF19 soll dem eine Bühne sein.

Zur Studie und zum Konzept des PF19 siehe Videos mit Statements der Initiatoren hier.

Payment Festival 2019 am 26.11.2019, Semper-Depot, Wien – Tickets und Programm hier.

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