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Pensionskassen gegen giftige Pilz-Polemik

Im Zuge einer Pressekonferenz hat Peter Pilz vom Parlamentsklub JETZT zahlreiche Äußerungen zu den heimischen Pensionskassen gemacht. Der Fachverband der Pensionskassen stellt klar: Die österreichischen Pensionskassen sind als Ergänzung zur staatlichen Pension seit rund 30 Jahren sehr erfolgreich tätig. Auch wenn Wahlkampf ist: Klare Absage an die „Anschüttungen“ von Pilz.

Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverband der Pensionskassen: „Solche Gerüchte schaden dem sehr erfolgreichen Pensionskassensystem in Österreich und verunsichern rund eine Million Österreicherinnen und Österreicher. Wenn Dr. Pilz einmal den Dialog mit dem Fachverband der Pensionskassen gesucht hätte, statt Skandalisierungen in die Öffentlichkeit zu tragen, hätte sich diese Verunsicherung vermeiden lassen. Ich bin der Meinung, Betriebliche Altersvorsorge - ein Produkt der heimischen Sozialpartner - ist zu heikel für billige Wahlkampf-Polemik.“ © VBV / Richard Tanzer

 

Im Vorjahr lag die durchschnittliche Pensionskassenpension pro Monat bei 474 Euro. Im langjährigen Durchschnitt (seit den 1990er Jahren) vermehren die Pensionskassen das Vermögen der Pensionskassen-Berechtigten um plus 5,22 Prozent - und das jedes Jahr. Von „Abzocke“ und „Verspekulieren“ - wie Pilz in seiner Milieusprache im Rundumschlag blumig formuliert - kann hier keine Rede sein.

„Die österreichischen Pensionskassen weisen die versuchte Skandalisierung von Dr. Pilz aufs Schärfste zurück. Nur weil man die Grundprinzipien von kapitalgedeckter Altersvorsorge - wie sie auf der ganzen Welt betrieben wird - nicht versteht, muss man sie nicht schlecht machen“, stellt Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverband der Pensionskassen (im BrotberufGeneraldirektor VBV-Gruppe), klar.

Zu den „Anschüttungen“ von Peter Pilz nehmen die Pensionskassen Stellung:

  • Kürzungen“: Pensionskassen veranlagen langfristig und eine Pensionskassen-Pension wird über Jahrzehnte aufgebaut. Daher ist für die Höhe der Pension nur der langfristige Veranlagungserfolg entscheidend. Das kurzfristige Jahres-Ergebnis 2018 war auf Grund der sehr schlechten Situation auf den Kapitalmärkten negativ und führte teilweise zu Kürzungen (wie es in guten Jahren zu Erhöhungen kommt). Im ersten Halbjahr 2019 haben die Pensionskassen ein Performance-Ergebnis von plus 6,72 % erwirtschaftet. Damit konnte die negative Börsenentwicklung des letzten Jahres mehr als aufgeholt werden. Es zeigt sich damit erneut, dass eine diversifizierte Veranlagung auf den Kapitalmärkten die beste Möglichkeit ist, langfristig gute Erträge für einen Kapitalaufbau zu erwirtschaften.
  • Schwankungsrückstellungen aufgebraucht“: Aufgrund der guten Veranlagungsergebnisse der Jahre vor 2018 haben die Pensionskassen Reserven gebildet. Diese „Schwankungsrückstellungen“ bewirken, dass sich Schwankungen auf den Kapitalmärkten nicht so stark auf die Pensionshöhe auswirken. Eine Schwankungsrückstellung ist mit dem Reservekanister eines Autos vergleichbar. Dieser Reservekanister wurde Ende 2018 teilweise eingesetzt und wird selbstverständlich schon dieses Jahr wieder aufgefüllt. Ein Beweis, dass das System sehr gut funktioniert.

FV-Obmann Andreas Zakostelsky formuliert in der gebotenen Deutlichkeit: „Solche Gerüchte schaden dem sehr erfolgreichen Pensionskassensystem in Österreich und verunsichern rund eine Million Österreicherinnen und Österreicher. Wenn Dr. Pilz einmal den Dialog mit dem Fachverband der Pensionskassen gesucht hätte, statt Skandalisierungen in die Öffentlichkeit zu tragen, hätte sich diese Verunsicherung vermeiden lassen. Ich bin der Meinung, Betriebliche Altersvorsorge - ein Produkt der heimischen Sozialpartner - ist zu heikel für billige Wahlkampf-Polemik.“

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