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Social Housing bringt 200 Wohnungen zusätzlich

Das Jubiläumsjahr der Sparkassen in Österreich geht zu Ende. Im Finale wird von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen geholfen. Es geht um immerhin 200 Wohnungen.

Astrid Kratschmann, Wohnbauexpertin und Projektleiterin der Social Housing Initiative, Peter Bosek Vorstandsvorsitzender Erste Bank: „Wohnungslosigkeit betrifft immer breitere Gesellschaftsschichten und hat viele Gesichter. Die Wohnungslosenhilfe braucht definitiv Unterstützung und neue Ansätze.“ © Erste Bank

 

Die Erste Bank ermöglicht eigenmittelfreien Zugang zu leistbaren Wohnungen für Klienten des neunerhaus, der Volkshilfe und anderen Sozialorganisationen in Wien und übernimmt den Finanzierungsbeitrag für die Mieterinnen und Mieter.

Die Herausforderungen bei der Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend leistbarem Wohnraum werden immer größer. Immer mehr arbeitende Menschen verdienen trotz einer Vollzeitbeschäftigung nicht genug, um eine passende Wohnung bezahlen zu können. In Wien sind die Brutto-Quadratmeterkosten bei Mietwohnungen von 2008 bis 2018 um 42 % gestiegen und liegen derzeit bei 8,25 Euro.

Wohnungslosigkeit betrifft dadurch immer breitere Gesellschaftsschichten und hat viele Gesichter. Die Wohnungslosenhilfe braucht definitiv zusätzliche Unterstützung und neue Ansätze“, so Peter Bosek Vorstandsvorsitzender der Erste Bank. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der registrierten wohnungslosen Menschen um 22 Prozent auf 21.600 Betroffene erhöht.

Die Social Housing Initiative der Erste Bank will betroffene Menschen bestmöglich unterstützen, wieder eigenständig zu wohnen. Die Wohnungslosenhilfe setzt meist auf ein sogenanntes Stufensystem: Obdachlose Menschen erhalten in einer ersten Stufe einen Notschlafplatz, dann werden sie an ein Übergangswohnhaus weitervermittelt. Währenddessen soll daraufhin geholfen werden, jene Probleme in den Griff zu bekommen, die zur Wohnungslosigkeit geführt hatten. Die eigene Wohnung steht also am Ende des Betreuungsprozesses. Bei Social Housingist es das umgekehrte Prinzip. Die eigene Wohnung steht am Anfang des Prozesses, da sie die Basis liefert, um wieder im Leben Fuß zu fassen“, so Astrid Kratschmann, Wohnbauexpertin und Projektleiterin der Social Housing Initiative. Die Betreuung durch eine Sozialorganisation verläuft dann parallel weiter, wird aber von der Wohnung entkoppelt. Wenn die Betreuung endet, bleibt der Mietvertrag aufrecht, die BewohnerInnen bleiben in ihrer Wohnung. Damit bietet das Social Housing Modell von Beginn an eine langfristige und nachhaltige Perspektive.

Die sozialen Trägerorganisationen schätzen in Wien einen jährlichen akuten Bedarf an circa 300 bis 400 Wohnungen für Menschen in prekären Wohnsituationen. Ziel der Social Housing Initiative der Erste Bank ist es, einen gewichtigen Teil dieses Bedarfs zu finanzieren.

Verantwortung übernehmen

Erste Bank und Sparkassen sind vor 200 Jahre gegründet worden, um allen Menschen Zugang zu Wohlstand zu ermöglichen.  200 Jahre später, schaut die Welt ganz anders aus, dennoch: „So wie damals gibt es immer noch Menschen in der Gesellschaft, die in finanzieller Not sind, die kein Dach über den Kopf haben. Wir sehen es auch in unserer Verantwortung, diese zu unterstützen und die finanziellen Barrieren zu beheben, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen“, erklärt Astrid Kratschmann.

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