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Städtische: Langfristige Personalentscheidungen

Das nennt man langfristige Personalentscheidungen für die Unternehmensspitze: Ralph Müller wird Robert Lasshofer als Generaldirektor der Wiener Städtischen ab dem Jahresbeginn 2021 nachfolgen. Müller, derzeit Generaldirektor der Donau Versicherung, wird davor auch neuer Vorstandschef der Wiener Städtischen: Mit Jänner 2020 zieht er bereits in den Vorstand der zweitgrößten Versicherung Österreichs ein.

Wiener Städtische Versicherung Generaldirektor Robert Lasshofer übergibt im Jänner 2021an Ralph Müller, der ab Jänner 2020 bereits in den Vorstand einzieht. © Ian Ehm / Petra Spiola

 

Robert Lasshofer ist seit 1999 im Vorstand der Wiener Städtischen tätig. Er leitet seit August 2010 sehr erfolgreich den – nach der kürzlich erfolgten Fusion mit der s Versicherung – größten Lebensversicherer des Landes und die größte Tochter des börsenotierten VIG-Konzerns als Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor. Die Funktionsdauer der Vorstandsmitglieder der Wiener Städtische Versicherung AG endet 2020. Lasshofer würde bei einer Fortsetzung der Funktion das Pensionsalter überschreiten. Daher hat der Aufsichtsrat langfristig die Weichen für den Vorstandsvorsitz gestellt. Im Hinblick auf die Bedeutung des Unternehmens für den österreichischen Versicherungsmarkt soll die umfassende Einarbeitung des künftigen Generaldirektors längerfristig und in enger Abstimmung mit dem bisherigen Vorstandschef erfolgen.

Ralph Müller, derzeit Generaldirektor der Donau Versicherung, wird nach Auslaufen des Vertrags von Generaldirektor Lasshofer ab Jänner 2021 die Geschicke der zweitgrößten Versicherung Österreichs leiten. Er wird schon mit Anfang 2020 in den Vorstand der Wiener Städtischen einziehen, um gemeinsam mit Lasshofer einen geordneten Übergang sicherzustellen. „Für den Aufsichtsrat ist Kontinuität in der Wiener Städtischen besonders wichtig, daher wurde die Nachfolge frühzeitig geregelt. Müller hat durch seine langjährige Erfahrung bewiesen, dass er ein überaus erfolgreicher Versicherungsmanager ist. Mit der Bestellung wird er den Erfolgskurs der Wiener Städtischen konsequent fortsetzen“, sagtGünter Geyer, Aufsichtsratspräsident der Wiener Städtischen Versicherung.

Ralph Müller startete im Jahr 2011 seine Tätigkeit in der Wiener Städtischen als Vertriebsvorstand, danach war er für das Risiko- und Finanzressort verantwortlich, seit Sommer 2018 ist Müller, der sein Jus-Studium in Graz absolvierte, Generaldirektor der Donau Versicherung.

Manfred Rapf, Vorstand für Lebens- und Krankenversicherung, hat nach dem erfolgreichen Abschluss der Fusion zwischen Wiener Städtische und s Versicherung das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Seine Agenden werden künftig Christine Dornaus (Lebensversicherung) und Doris Wendler (Kranken- und Unfallversicherung) übernehmen.

Alle Ziele erreicht

Die Wiener Städtische Versicherung hat 2018, im ersten Jahr nach Fusion mit der s Versicherung, alle ihre Ziele erreicht. Die Gesamtprämien kletterten über die Schwelle von 3 Milliarden Euro, wodurch der zweite Marktrang in Österreich gefestigt werden konnte. Die positive Entwicklung war geprägt von einer weiterhin hohen Nachfrage in der Kranken- und Schaden/Unfallversicherung. Die Krankensparte legte um 3,5 Prozent auf 407 Millionen Euro zu, die Schaden/Unfallversicherung um 2,1 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro. In der Lebensversicherung – hier ist die Wiener Städtische nach der Fusion mit 1,29 Milliarden Euro die klare Nummer eins – wurden die Einnahmen in der laufenden Prämie leicht gesteigert, der Einmalerlag war, aufgrund einer anhaltenden restriktiven Annahmepolitik, mit 21 % weiter rückläufig.

Der Gewinn vor Steuern (EGT) lag im Vorjahr bei 157,7 Millionen Euro (IFRS), nach 170,4 Millionen Euro im Jahr 2017. Der Rückgang ist auf ein rückläufiges Finanzergebnis aufgrund der Niedrigzinsphase zurückzuführen. Dank konservativer Rückversicherungspolitik wurde die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) auf 91,9 Prozent weiter verbessert. Ein Spitzenwert im Branchenvergleich. Die Solvenzquote erreichte 2018 einen Wert von 225,6 Prozent.

Der Zusammenschluss von Wiener Städtischer und s Versicherung, die seither als Marke der Wiener Städtischen den Vertriebspartner Erste Bank und Sparkassen serviciert, wurde im Oktober 2018 erfolgreich abgeschlossen. Zusätzlich konnte der Kooperationsvertrag mit Erste Bank und Sparkassen bis ins Jahr 2033 vorzeitig verlängert werden.„Durch diese Partnerschaft wird es gelingen, unseren Marktanteil – neben unserem Stamm- und Partnervertrieb – auch über den Bankenvertrieb deutlich auszubauen. Neben der Lebensversicherung sehen wir in der Gesundheitsvorsorge und in der Sachversicherung in der Partnerschaft mit der Bank für die Zukunft großes Potenzial. Es freut mich besonders, dass wir bereits nach sehr kurzer Zeit die ersten Früchte unserer Strategie ernten können“, so Lasshofer. In den ersten Monaten nach vollzogener Fusion verzeichnete die Wiener Städtische – über ihre Marke s Versicherung – in diesem Bereich Steigerungsraten von bis zu 30 %. „Diesen Erfolgsweg werden wir konsequent weitergehen und sukzessive ausbauen“, betont der Wiener Städtische-Generaldirektor.

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