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UNIQA Group wächst auch 2019 weiter

Prämienvolumen der UNIQA Gruppe wächst im Jahr 2019 um 1,2 % auf 5,4 Milliarden Euro, die Combined-Ratio konnte weiter auf nun 96,4 Prozent gesenkt werden – die Akquisition der AXA Töchter in Polen, Tschechien und der Slowakei bringt 800 Millionen Euro Prämienvolumen und 5 Millionen Kunden.

UNIQA Group CEO Andreas Brandstetter: „Im Jahr 2019 zeigte sich eine positive Entwicklung der gesamten UNIQA Gruppe: Prämien gestiegen, Combined Ratio gesenkt, Ergebnis – bereinigt um den Verkauf der Anteile an den Casinos Austria – um über 19,5 Prozent gestiegen.“ © Matt Oberver

 

Die gesamten verrechneten Prämien der UNIQA erhöhten sich 2019 – unter Berücksichtigung der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung in Höhe von 309,8 Millionen Euro (2018: 320,5 Millionen Euro) – um 1,2 % auf 5.372,6 Millionen Euro (2018: 5.309,5 Millionen Euro). Im Bereich der Versicherungen gegen laufende Prämienzahlung gab es dabei einen Anstieg um 1,4 % auf 5.267,9 Millionen Euro (2018: 5.196,7 Millionen Euro). Im Einmalerlagsgeschäft verringerte sich das Prämienvolumen „plangemäß“, so UNIQA CEO Andreas Brandstetter, um 7,2 % auf 104,6 Millionen Euro (2018: 112,7 Millionen Euro).

Die UNIQA ist, resümiert Brandstetter, „im Jahr 2019 strategiekonform gewachsen“: Die verrechneten Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen 2019 um 2,6 % auf 2.846,8 Millionen Euro (2018: 2.774,4 Millionen Euro). In der Krankenversicherung stiegen die verrechneten Prämien im Berichtszeitraum um 4,1 % auf 1.130,8 Millionen Euro (2018: 1.086,4 Millionen Euro). In der Lebensversicherung verringerten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung insgesamt um 3,7 % auf 1.394,9 Millionen Euro (2018: 1.448,6 Millionen Euro). Der Grund dafür, erläutert Brandstetter, „liegt unter anderem in der geplanten Rücknahme des Einmalerlagsgeschäfts“.

Die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) nach Rückversicherung konnte im Zuge von „relativ geringen Aufwendungen für Unwetterschäden“, erläutert Brandastetter, „trotz der gestiegenen Kosten“ auf Gruppenebene auf 96,4 Prozent (2018: 96,8 Prozent) gesenkt werden.

Bei UNIQA Österreich erhöhten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung im Jahr 2019 um 1,8 % auf 3.800,8 Millionen Euro (2018: 3.734,4 Millionen Euro). Im internationalen Bereich gingen die verrechneten Prämien geringfügig um 0,2 % auf 1.561,2 Millionen Euro (2018: 1.564,6 Millionen Euro) zurück.

Brandstetter: „Der Blick auf das abgelaufene Jahr 2019 zeigt eine positive Entwicklung der gesamten Gruppe: Prämien gestiegen, Combined Ratio gesenkt, Ergebnis – bereinigt um den Verkauf der Anteile an den Casinos Austria – um über 19,5 Prozent gestiegen. Dieses Ergebnis wird es uns zum achten Mal in Folge ermöglichen, der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende – diesmal um einen Cent auf 54 Cent je Aktie – vorzuschlagen.“

AXA-Töchter erworben

Vor 14 Tagen meldete die UNIQA die Akquisition der AXA-Töchter in Polen, Tschechien und der Slowakei mit rund fünf Millionen Kunden, 2100 Mitarbeiter und 800 Millionen Euro Prämie zum Kaufpreis von rund 1 Milliarden Euro.

„Die Expansion ist ein Wachstumsschub für die Gruppe. Wir investieren in drei Wachstumsmärkte Osteuropas, die insgesamt über 50 Millionen Einwohner haben und die im Laufe der letzten Jahre wirtschaftlich viel stärker als Österreich gewachsen sind“, erklärt der UNIQA CEO. Mit Wachstumsraten von 3 % im Durchschnitt der letzten 10 Jahre liege das Bruttoinlandsprodukt dieser Länder deutlich über jenem Österreichs, das bei etwa 1,6 Prozent liegt. „Auch das Potenzial der Versicherungsmärkte war ausschlaggebend für diese Akquisition: In Österreich liegen die pro Kopf-Ausgaben für Versicherungen bei rund 2.000 Euro pro Jahr, in diesen drei Ländern zwischen 400 und 500 Euro“, so Brandstetter. Das zeige sich auch im jährlichen Prämienwachstum der Versicherungswirtschaft: In Österreich soll es heuer 1,5 Prozent betragen, in Polen liegt es mit 6,2 Prozent, in Tschechien mit 6,8 Prozent und in der Slowakei mit 2,7 Prozent deutlich höher.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet die UNIQA-Gruppe in Summe ein leicht steigendes Gesamtprämienvolumen. In der Schaden- und Unfallversicherung wird ein Prämienwachstum von ungefähr 2 % und in der Krankenversicherung ein Prämienplus von etwa 3 % erwartet. In der Lebensversicherung wird hingegen von einer weiteren Prämienreduktion ausgegangen. Bei der Combined Ratio strebt die UNIQA auch 2020 eine weitere Verbesserung an.

„Im Einklang mit der progressiven Dividendenpolitik“, so Brandstetter, beabsichtige die UNIQA die Ausschüttung um einen Cent auf 54 Cent je Aktie für das Jahr 2019 anzuheben. (hs)

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