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Wiener Börse als ,Ferrari‘ unter den Handelssystemen

Auch die Wiener Börse zieht Bilanz: Sie konnte 2018/2019 ihre Position als führender Handels- und Listingplatz für österreichische Unternehmen festigen. Zu den neuen Initiativen zählen beispielsweise der Launch des KMU-Segments direct market plus und die Verlängerung des Kurszettels. Die Marktkapitalisierung ist allerdings noch kräftig ausbaufähig.

Börsen und Märkte,  Wirtschaft und Finanzen
Christoph Boschan, CEO, und Heimo Scheuch, Aufsichtsratspräsident der Wiener Börse: Aktuell liegt das Verhältnis von Marktkapitalisierung zum BIP in Österreich bei 36,4 Prozent, während der EU-Durchschnitt bei 69,4 Prozent hält. © Wiener Börse / APA-Fotoservice/Tanzer

 

Zwischenbilanz in einem bewegten Umfeld: Der global market wächst mit rund 630 Aktien zum zweitstärksten Marktsegment in Wien heran. Mit Marinomed und Frequentis blickt die Wiener Börse 2019 bereits auf zwei IPOs im prime market zurück. Zum Start des direct market plus sind acht Unternehmen handelbar, davon vier Neuzugänge.

„Die Wiener Börse ist mit ihrer Infrastruktur zukunftsweisend positioniert. Damit Anleger und Unternehmen davon stärker profitieren können, sind Impulse wie steuerliche Vorteile, eine weitere Stärkung von Mitarbeiterbeteiligungen und mehr Finanzbildung in den Lehrplänen notwendig. Mit einer soliden heimischen Aktionärsbasis kann der österreichische Kapitalmarkt seine Stärken voll ausspielen und an den europäischen Durchschnitt aufschließen,“ so Heimo Scheuch, Aufsichtsratspräsident der Wiener Börse. Aktuell liegt das Verhältnis von Marktkapitalisierung zum BIP in Österreich bei 36,4 Prozent, während der EU-Durchschnitt bei 69,4 Prozent hält.

„Diese Zahlen zeigen, hier gibt es viel Potenzial“, unterstreicht Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse. „Wir tragen mit unserer Infrastruktur und den neuen Initiativen alles börsenmögliche dazu bei, den heimischen Finanzplatz noch attraktiver zu gestalten. Mit Kursen in Mikrosekunden, weltweiter Anbindung und gestiegener Verfügbarkeit bieten wir den Ferrari unter den Handelssystemen. Losfahren müssen die anderen. Dass unsere Services Anklang finden, zeigt sich auch in der Entwicklung unserer Ergebnisse. Sie wuchsen trotz explodierender Regulierung und daraus entstandener finanzieller Mehrbelastung.“

Der Umsatz der Wiener Börse AG betrug im Jahr 2018 50,7 Millionen Euro, ein Plus von 3,8 %. Hauptertragstreiber war der starke Umsatz im Aktienhandel, der im Gesamtjahr 2018 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen eines regulatorisch stark belasteten Marktes auf 68,9 Milliarden Euro stieg (2017: 66,1 Milliarden Euro). Weitere Ergebnisbeiträge stammen aus den Geschäftsfeldern Marktdaten, IT-Services und Indexberechnung. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 26,3 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 3,14 % gegenüber dem Vorjahresergebnis (25,5 Millionen Euro). Die EBIT-Marge hielt wie in den Vorjahren stabil über 50 Prozent. Das Eigenkapital der Wiener Börse AG betrug per 31. Dezember 2018 31,4 Millionen Euro, der Jahresüberschuss 2018 20,0 Millionen Euro. In der Wiener Börse waren per 31. Dezember 2018 insgesamt 96 Mitarbeiter tätig.

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