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Zinseinkommen sind seit einem Jahrzehnt im Sinkflug

Seit der Finanzkrise im Jahre 2008 hat sich die Situation für heimische Sparer teils erheblich verschlechtert. Die Einkommen aus Vermögen, ob nun Zinsen oder Dividenden, befinden sich im Sinkflug. Das ergibt eine Analyse von Agenda Austria.

Agenda Austria-Ökonom Lukas Sustala: „Zinseinkommen sind im Durchschnitt um rund 930 Euro pro Person niedriger als noch vor der Krise im Jahr 2008.“ © Markus Roessle

 

© Agenda Austria

 

„Die Kombination aus Finanzkrise, Inflation und Nullzins-Politik war gerade für das traditionelle Sparbuch dramatisch. Österreichs Sparer legen heute zwar ein Viertel mehr Geld auf die Seite als 2008, ihre Zinseinkommen sind aber im Durchschnitt um rund 930 Euro pro Person niedriger als noch vor der Krise“, sagt Agenda Austria-Ökonom Lukas Sustala.

Eine Grafik der Agenda Austria zeigt, dass die Vermögenseinkommen für Sparer und Investoren gesunken sind. So ging beispielsweise der Anteil der Erträge aus Dividenden und Ausschüttungen seit 2008 um fast 40 % zurück, bei Zinseinkommen betrug der Rückgang sogar 79 %. Zinseinkommen machen mittlerweile nicht einmal mehr ein Prozent des gesamten österreichischen Haushaltseinkommens aus.